Leipzig

Herbst 2023


Da ich Ende Oktober ein paar Tage frei hatte , ging es vom 28. Oktober bis zum 01. November

für 5 Tage nach Leipzig.

In Leipzig habe ich im gutem Best Western Hotel Leipzig City Center übernachtet ,

das direkt am Hauptbahnhof liegt.

Am Ankunftstag dem 28. Oktober habe ich noch die Thomaskirche in Leipzig besichtigt ,

da ich an diesem Tag auch auf den Turm der Thomaskirche steigen konnte.


Thomaskirche  Leipzig           Thomaskirche  Leipzig


Die Thomaskirche in Leipzig ist – zusammen mit der Nikolaikirche  – eine der beiden Hauptkirchen der Stadt und als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs 
und des Thomanerchores weltweit bekannt.
Sie ist das Gotteshaus der Evangelisch-Lutherischen  Kirchgemeinde St. Thomas.

Grundmauern einer romanischen  Kirche von etwa 1160, als Markgraf Otto der Reiche von Meißen der Burg und dem Burgvorort Libzi das Stadtrecht verlieh,
kamen bei archäologischen Grabungen unter dem Chorraum und unter der Vierung zu Tage.
Zwischen 1212 und 1222 wurde diese ältere Marktkirche zur Stiftskirche  des neuen Thomasklosters der Augustiner-Chorherren  umgebaut.
Der Minnesänger Heinrich von Morungen   soll dem Kloster anlässlich seines Eintritts eine Reliquie des Hl. Thomas   geschenkt haben,
die er aus Indien mitgebracht hatte.
Der Thomanerchor  wurde bereits 1212 gegründet und ist somit einer der ältesten Knabenchöre  Deutschlands.
Im Laufe der Geschichte bekleideten immer wieder bedeutende Komponisten und ausübende Musiker das angesehene Amt des Thomaskantors.

Thomaskirche Leipzig         Thomaskirche Leipzig



Vom Turm der Thomaskirche hatte man eine schöne Aussicht auf die Stadt Leipzig.


Aussicht auf Leipzig von Thomaskirche           Aussicht auf Leipzig von Thomaskirche

Aussicht auf Leipzig von Thomaskirche



HOME



Heute am 29. Oktober machte ich eine Tour durch die Innenstadt von Leipzig.

Los ging es direkt vom Bahnhof direkt in die Innenstadt.

Am Brühl beginnt die Tour , führt am Romanushaus vorbei, durch den Großen Joachimsthal, zum Barthels Hof.

Von dort geht es weiter zur Thomaskirche, die ich aber schon gestern besichtigte.

Weiter geht es zum Neuen Rathaus und zur Moritzbastei bis zum Augustusplatz mit Gewandhaus und Oper.

Nicht weit davon befindet sich die Nikolaikirche und der Oelssners Hof. Von dort geht es weiter bis zur Alten Börse, zum Marktplatz und in die Mädlerpassage.


Romanushaus  Leipzig

Am Anfang kam ich zum Romanushaus


Der reich verzierte Barockbau an der Ecke Brühl/Katharinenstraße ist das Romanushaus.

Franz Conrad Romanus war ab 1701 Bürgermeister von Leipzig.

Zunächst ein Glücksfall für die Stadt, denn Romanus sorgte u.a. für Straßenbeleuchtung und Kanalisation.

Was die Leipziger nicht wussten: Der Bürgermeister war prunksüchtig und kleptoman.

Weil ihm für sein barockes Stadtpalais das Geld ausging, griff er heimlich in die Stadtkassen.

Der Diebstahl flog auf, Romanus wurde überführt, verlor 1705 seinen Posten - und schließlich seine Freiheit.

Den Rest seines Lebens, , immerhin 41 Jahre, verbrachte er im Kerker der Festung Königstein.



Weiter geht es durch Leipzig bis zum Marktplatz , wo sich das alte Rathaus von Leipzig befindet.

Hier komme ich aber später nochmal vorbei und besichtige das alte Rathaus im inneren.


Straße in Leipzig         alte Rathaus von Leipzig


Barthels Hof  Leipzig

Vom Marktplatz geht es weiter durch den Barthels Hof.


Barthels Hof ist der einzige erhaltengebliebene Durchgangshof aus der Zeit der Warenmessen.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die Händler mit Pferdefuhrwerken zu den Messen, um ihre Rohwaren zu verkaufen.

Die Waren wurden zunächst in den Höfen entladen und sortiert, später dann in den Kaufgewölben abverkauft.

Nicht verkaufte Waren hat man bis zur nächsten Messe in den Magazinen unterm Dach deponiert.

Interessant ist der mittelalterliche Erker in Barthels Hof. Ursprünglich befand sich das Schmuckstück an der Außenfassade zum Markt.

Weil die Fassade Ende des 19. Jahrhunderts aber im Stil des Neobarock umgestaltet wurde, musste der Erker dort weg.

So hat man ihn einfach abgebaut und im Hof wieder angesetzt.

Haus "Zum Arabischen Coffe Baum"  Leipzig

Nun kam ich zum Haus "Zum Arabischen Coffe  Baum"


Das unscheinbare Gebäude mit dem prunkvollen Hauszeichen über der Tür

ist eines der ältesten Kaffeehäuser Europas:

Das Haus „Zum Arabischen Coffe Baum“.

Inhaber dieses Kaffeehauses war der Kurfürstlich-Sächsische Hofchocolatier Lehmann.

Der starb allerdings schon kurz nach Eröffnung 1717,

die Geschäfte wurden mehr als 20 Jahre von seiner Witwe geführt.

Das Café war ein beliebter Treffpunkt berühmter Zeitgenossen wie Bach oder Goethe.

Auch Kurfürst August der Starke war gern zu Gast. Angeblich nicht nur, um Kaffee zu trinken.

Es hält sich das Gerücht, der umtriebige Monarch hätte ein Verhältnis mit der Inhaberin gehabt.

Zum Dank für ihre Dienste habe er ihr das Hauszeichen gestiftet.


weiter


Weiter geht es in Richtung zur Thomaskirche , wo sich das ehemalige

Kaufhaus Ebert befand.


Die schöne Jugendstil-Fassade des Eckgebäudes gehört zum ehemaligen

Kaufhaus Ebert.

Anfang des 20. Jahrhunderts ließ sich der Kaufmann Franz Ebert ein elegantes

Damenkonfektionshaus mit großen Schaufenstern und allerlei Zierrat bauen.

Passend zum Warenhaus wurden links und rechts des Eingangs Allegorien für die

Genusssucht und die Eitelkeit angebracht.

Lange Zeit war die Fassade völlig schmucklos,

denn im Zweiten Weltkrieg hatte man den Fassadenschmuck abmontiert

und als „Materialspende“ eingeschmolzen.

Erst mit der Sanierung in den 90er Jahren wurden Repliken der Ornamente angebracht

– und erstmalig vergoldet.

 ehemalige  Kaufhaus Ebert   Leipzig
Thomaskirche  mit dem  Bach-Denkmal  Leipzig

Nun stand ich wieder vor der Thomaskirche mit dem Bach-Denkmal



Die Thomaskirche gehört sicher nicht zu den schönsten Kirchenbauten der Stadt –

ihre Geschichte ist aber spektakulär.

1539 predigte Martin Luther hier zur Einführung der Reformation.

Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts wirkte hier ein Kantor namens Johann Sebastian Bach.

Und 1813 wurden im Kirchenschiff bis zu 1500 Verwundeten der Völkerschlacht versorgt.

Namhafte Persönlichkeiten wurden in der Thomaskirche getauft:

Richard Wagner zum Beispiel, auch Karl Liebknecht. Seine Taufpaten übrigens Marx und Engels.

Natürlich hatte die Thomaskirche auch einen Türmer. Und der wohnte bis 1917 im Kirchturm.

Turm und Wohnung kann man besichtigen