Heute am Montag den 14.06. 2021 geht es von Schweidnitz als erstes zum Stollensysteme des Projekts "Riese" ,

das ich mit einer Führung besichtigt habe.



Stollensysteme des Projekts "Riese"        Stollensysteme des Projekts "Riese"

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Das Projekt Riese bezeichnet mehrere Stollensysteme aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.  

Es liegt im Mittelgebirgsmassiv um die Säuferhöhen (Osówka) und Wolfsberg   im schlesischen Eulengebirge  nahe Wüstewaltersdorf, heute Walim  in Polen.

Der Komplex besteht aus mehreren Einzelanlagen. Die heute bekannten Stollensysteme befinden sich im Auffahrzustand , 

Teile des Kammersystems besitzen einen fertigen Innenausbau aus Beton.

Es wird davon ausgegangen, dass die Anlage im Eulengebirge als Führerhauptquartier  und als Ersatz zur bekannten Wolfsschanze  dienen sollte.

Hinweise dafür sind in einer Akte des Architekten Siegfried Schmelcher  unter dem Namen Geheime Reichssache 91/44 verfasst.

Von hier aus sollten die Operationen im Osten geführt werden.

Die Anlagen in Säuferwasser/Säuferhöhen, Wolfsberg und Dorfbach (Rzeczka) sind touristisch erschlossen und im Rahmen von Führungen begehbar.

Die Stollen unter Schloss Fürstenstein  (ca. 30 km von Wüstewaltersdorf entfernt) werden ebenfalls zum Komplex gerechnet. 

Wegen der Verwendung als seismologische Station ist eine Besichtigung im Rahmen von Führungen nur teilweise möglich. 

Die Größe der Anlage lässt sich nach vorliegenden Plänen wie folgt erklären:

Für das Führerhauptquartier  (FHQ) ,  Oberkommando des Heeres (OKH) , Oberkommando der Luftwaffe (OKL) sowie den Reichsaußenminister

und den Reichsführer SS   waren unterirdische Wohn- und Arbeitsquartiere geplant.

Weiterhin sollten unterirdische Unterkünfte für Sicherheits- und Unterstützungskräfte entstehen.

Geplant war ebenfalls eine unterirdische Industrieanlage (siehe Mittelbau-Dora).  

Bis August 1945 sollte so eine gigantische, bombensichere, unterirdische Großanlage entstehen. Kosten waren mit 130 Millionen Reichsmark  angesetzt.

Die Größe der gesamten Anlage des Projekt Riese sollte 194.232 m² betragen, die Bunkeranlage für das FHQ war mit 5.000 m² Fläche bemessen.

Die Baupläne für Riese wurden vermutlich vernichtet.

Daher ist eine genaue Rekonstruktion aus heutiger Sicht nicht mehr möglich.


Stollensysteme des Projekts "Riese"         Stollensysteme des Projekts "Riese"

Stollensysteme des Projekts "Riese"            Stollensysteme des Projekts "Riese"


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Danach bin ich weiter bis zur Burg Grodno (deutsch: Kynsburg) gefahren.

Das Auto abgestellt und ca. 30 min hinauf gewandert.

Dort oben gab es auch einen schönen Aussichtspunkt , den ich zuerst besuchte.



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Aussichtspunkt  Burg Grodno


Danach bin ich zur Burg Grodno (deutsch: Kynsburg) weiter gelaufen , die ich auch besichtigte.


  Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)               Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)

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Die Burg Grodno (deutsch: Kynsburg) nordöstlich des Dorfes Zagorze Slaskie   (Kynau)

gehört zum Powiat Walbrzyski  (Waldenburg) in der Woiwodschaft Niederschlesien  in Polen.


Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)