Die Kynsburg wurde Ende des 13. Jahrhunderts von Bolko I. zur Sicherung der Grenze gegenüber Böhmen  errichtet.

Sie war zunächst herzogliches Lehen ,  das der Burggraf Kilian von Haugwitz   besaß.   Ihm folgten die Burggrafen Peczko Eycke und Schoff.  

Nach der Heirat der Prinzessin Anna von Schweidnitz   mit dem böhmischen König und späteren Kaiser Karl IV.  verlor die Burg ihre strategische Bedeutung. 

1368 fiel die Kynsburg zusammen mit dem Herzogtum Schweidnitz an die Krone Böhmen  und wurde als königlicher Pfandbesitz von den königlichen Landeshauptleuten verwaltet.

Das waren unter anderem die Herren von Reibnitz ,  von Mühlbach und von Czettritz. 

Herrmann von Czettritz († 1454) sympathisierte mit den Hussiten  und konnte deshalb deren Übergriffe verhindern.

1535 gelangte die Burg an die Grafen von Hochberg (Hoberg; Hohberg) auf Fürstenstein ,  ab 1567 war sie im Besitz der Herren von Logau. 

1596–1601 eignete sie Fürst Michael von der Walachei  und ab 1607 Graf  Johann Georg von Hohenzollern-Sigmaringen , der auf der Kynsburg wohnte,

sie jedoch wegen der Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg  verließ.

Dessen Nachkommen bzw. die Seitenlinie von Rochow besaßen die Kynsburg bis 1679. Nach einem Blitzschlag 1686 erhielt der Bergfried einen achteckigen Aufsatz.

1689 zerstörte ein Brand weite Teile der Burg. 

Nach zahlreichen Besitzerwechseln folgten 1754 die Herren von Liers, die ihren Wohnsitz 1774 nach Dittmannsdorf  verlegten, sodass die Burg danach unbewohnt war.

1789 stürzte der Südflügel teilweise ein. 1819 wurden die Burg und der zugehörige Burgbezirk zwangsversteigert.

Um die Burg vor dem Abbruch zu bewahren, erwarb sie 1823 der Breslauer Altertumsforscher Johann Gustav Gottlieb Büschjing.  

Nach dessen Tod 1829 und weiteren Besitzerwechseln gelangte die Burg 1855 zusammen mit dem Burgbezirk an die Herren von Zedlitz-Neukirch.  

Sie veranlassten 1868 Sanierungs- und Konservierungsmaßnahmen sowie die Rekonstruktion der Sgraffiti  durch den Dekorationsmaler Emil Noellner.

1903–1904 wurde ein Museum eingerichtet, 1929–1945 erfolgten Modernisierungsmaßnahmen. 

Nach dem Übergang an Polen 1945 wurde die Kynsburg in Zamek Chojny, später Zamek Grodno umbenannt.

Zahlreiche Ausstellungsstücke und wertvolle Möbel wurden nachfolgend zerstört.

1964 wurden die Dächer neu gedeckt und ein Jahr später wiederum ein Museum eingerichtet.


Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)             Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)

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Man beachte die schönen Türverzierungen und auf dem 2. Bild sieht man eine Toilette im Mittelalter.


Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)          Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)

 Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)              Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)

 Burg Grodno (deutsch: Kynsburg)



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Nach der Besichtigung von der Burg Grodno (deutsch: Kynsburg) fuhr ich mit dem Auto noch zum Gut Kreisau. 

Das weitläufige Gut war bis 1945 der Familiensitz der Adelsfamilie von Moltke.  

Unter anderem an diesem historischen Ort trafen sich die Mitglieder des Kreisauer Kreises um Helmuth James Graf von Moltke

und plante den Sturz Hitlers.

Heute befindet sich dort eine Internationale Jugendbegegnungsstätte „Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung“ .



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Gut Kreisau        Gut Kreisau

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Zum Schluss bin ich in der Ortschaft Makowice noch an einer Kirche und am Schloss Schwengfeld auf ein Fotostop vorbei.

Bevor es danach wieder zurück nach Schweidnitz zu meinem Hotel ging.


Makowice Kirche

Schloss Schwengfeld