Am Sonntag den 27. 06. 2021 habe ich noch die Stadt Görlitz besichtigt.

Am Nikolaiturm in Görlitz befindet sich ein schöner großer Parkplatz , wo ich mein Auto für den Tag gut abstellen konnte.

Vom Parkplatz bin ich die Fleischerstraße entlang bis zum Georgsbrunnen , der sich am Obermarkt von Görlitz befindet , gelaufen.


Fleischerstr.  Görlitz           Georgsbrunnen  Görlitz


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Am Obermarkt von Görlitz befindet sich auch noch ein weiterer Brunnen.


Obermarkt in Görlitz        Obermarkt in Görlitz


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Wieder zurück zum Georgsbrunnen geht es zu Fuß weiter bis zum Rathaus von Görlitz.


Dank der im Zweiten Weltkrieg nicht zerstörten Innenstadt ist Görlitz das größte Flächendenkmal Deutschlands.

Insbesondere die Bauwerke in der Altstadt faszinieren den Betrachter:

Renaissance-Bürgerhäuser mit reich verzierten Fassaden, kunstvolle Gewölbe und bemalte Decken, prachtvolle Innenhöfe und Barockportale.

Zu den markantesten Gebäuden zählt das Rathaus, dessen älteste Teile aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammen.

Bewundernswert sind die Rathaustreppe und die Ziffernblätter der Uhr am Rathausturm aus dem Jahr 1524.


Georgsbrunnen Görlitz        Rathaus von Görlitz


Inhaltsverzeichnis

Im Rathaus konnte ich den Turm bis ganz nach oben steigen , wo ich eine schöne Aussicht hatte.



Rathaus Görlitz  Treppe         Rathaus Görlitz  Innenhof


Bis 1343 hatte Görlitz kein eigenes Verwaltungshaus. Die wichtigen Dokumente bewahrte damals die Kirche auf. 1350 ging ein Privathaus in den Besitz der Stadt.

Dort richteten die Görlitzer ihre Verwaltung ein.

Heute gehören der Turm und das benachbarte Gebäude zu den Zimmern des Bürgermeisters und zu den ältesten Teilen des Rathauses.

Wendel Roskopf dem Älteren haben wir die Verkündungskanzel neben der Rathaustreppe zu verdanken. Er brachte dieses Stück 1537 und 1538 an das Rathaus an.

Als Zeichen für die hohe Gerichtsbarkeit des Rates bekamen die Verkündungskanzel 1591 das Standbild der Justitia.

Heute verweist das Wappen von König Matthias von Ungarn und Böhmen auf die Zugehörigkeit von Görlitz zur Oberlausitz.

Nach den Entwürfen des Architekten Jürgen Kröger entstand 1903 ein Erweiterungsbau im Stil der Neorenaissance.

Alle Mitglieder im Oberlausitzer Sechsstädtebundes tragen dieses Wappen.

1378 kam es zur ersten Erwähnung des Türmchens. Zwischen 1511 und 1516 bekam der Turm eine Erhöhung um 60 m.

Zu diesem Schritt entschied sich der damalige Stadtwerkermeister Albrecht Steglitzer, um für einen besseren Übersicht über die Stadt zu sorgen und ihren Schutz zu erhöhen.

Der achteckige Neubau ist im oberen Geschoss von einer Brüstung umgeben.

1524 bekam der Rathausturm seine Uhr mit zwei Ziffernblättern. Sie wurde 1584 von Bartholomäus Scultetus zu einer 12-stündigen Uhr umgebaut.

Demnach verbindet die Uhr die normale Tageszeit Uhr mit den Mondphasen.

Der obere Teil des Rathausturmes wurde 1742 durch einen Blitzschlag zerstört.

Der Ratsmaurer Samuel Suckert baute den Turm wieder auf, wie wir ihn in seiner heutigen Form sehen. In diesem Zusammenhang kamen zwei Uhren auf die Marktseite dazu.

Auf der unteren Uhr sind 24 Ziffern abgebildet, bis 1584 Bartholomäus diese durch eine mit 12 Ziffern versehene Uhr ersetzte.

In der Mitte des neuen Ziffernblattes befindet sich der Kopf des Stadtwächters.

Es gibt eine Legende, die besagt, dass der Stadtwächter einst lebendig im Turm eingemauert wurde, weil er einen Stadtbrand verschlafen hatte.

Mit jeder vollen Minute öffnet er seine Augen. In den Orange leuchtenden Augen soll sich der Stadtbrand widerspiegeln.

Voller Erstaunen öffnet sich dazu sein Mund.


Nach 191 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Rathausturm wurde ich mit einem phantastischen Blick über Görlitz in alle Himmelsrichtungen belohnt.


Görlitz vom Rathaus           Görlitz vom Rathaus


Görlitz  Rathaus

New York, Berlin, Frankfurt, Paris, Heidelberg, München – das wandelbare Görlitz hat sie alle als Drehort verkörpert.

Filmschaffende sind begeistert von den einzigartigen Gebäuden, Straßenzügen und Plätzen.

Beinahe jedes Jahr zieht es die internationale Filmbranche nach Görliwood, das als beste europäische Filmlocation des Jahrzehnts ausgezeichnet worden ist.

Unzählige Filme wurden bereits hier gedreht, darunter oscarprämierte Hollywood-Produktionen wie „Der Vorleser“ mit Kate Winslet,

Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ oder „The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson.

Der Star-Regisseur wählte das beliebte Jugendstilkaufhaus als Kulisse und brachte hochkarätige Schauspielergrößen in die Stadt.

Anekdoten zum Aufenthalt der Stars erfährt man z.B. bei den "Film ab"-Stadtführungen, die entlang der Drehorte durch Görlitz führen.


Nun habe ich das Schlesische Museum in Görlitz besichtigt.



am  Schlesischen Museum zu Görlitz        Schlesisches Museum zu Görlitz


Schlesische Geschichte, wertvolle Renaissancearchitektur und modernes Ausstellungsdesign sind im Görlitzer Schönhof zu erleben.

Das aufwendig sanierte Gebäude zählt zu den ältesten Renaissancebauten Deutschlands und beherbergt die 2006 eröffnete Dauerausstellung

des Schlesischen Museums.

Auf 2000 Quadratmetern Fläche lernen die Besucher die Geschichte und Kultur Schlesiens kennen –

sowohl in ihren regionalen Traditionen als auch in ihren europäischen Verflechtungen.


Schlesisches Museum in  Görlitz           Schlesisches Museum in  Görlitz


Durch Görlitz geht es nun weiter bis zur Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche).



Görlitz  Stadtverwaltung          Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche).


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Sie ist vermutlich die älteste Kirche der Stadt, die aus einer frühen Burgkirche des 11. Jahrhunderts hervorging.

Mit Herausbildung der städtischen Kommune am Beginn des 13. Jahrhunderts stieg sie zur Stadtpfarrei auf.

1372 wurde die Peter- und Paulskirche, wie ihr vollständiges Patrozinium lautet, zur alleinigen Hauptkirche der Stadt, während die Nikolaikirche zu ihrem Filial herabsank.

Im Zeitalter der Gotik erfolgte 1423 der Umbau zu einer mächtigen fünfschiffigen Hallenkirche, verziert mit zahlreichen Türmen,

der auch äußerlich den gewachsenen Rang dokumentieren sollte.

Die Görlitzer Peterskirche ist die größte und älteste Kirche dieses Typs in Sachsen und wurde zum Vorbild für alle späteren Anlagen.

Attraktion in der Peterskirche ist die Sonnenorgel. Sie wurde 1697 vom kaiserlichen Hoforgelbaumeisters Eugenio Casparini geschaffen,

der über mehrere Jahrzehnte in Italien wirkte.

Ein Prospekt mit 17 „Sonnen” (strahlenförmig angeordnete Pfeifen) und ein spektakuläres Register (z. B. Tierstimmen) gehören zu ihren Besonderheiten.

Regelmäßig erklingt das restaurierte Instrument zu Konzerten mit Hunderten Zuhörern.


  Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche).            Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche).


An der Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche) konnte man auf den Grenzfluß Neiße und hinüber nach Polen blicken.




  Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche).          Fluss Neiße mit Grenze n. Polen