Am Samstag den 05. Juni 2021 geht es mit dem Auto los nach Schlesien  in Polen.

Auf der Fahrt dorthin habe ich noch zwei Besichtigungspunkte eingebaut ,

der erste war an der Elstertalbrücke.

Die Elstertalbrücke ist eine Eisenbahnbrücke in Sachsen.

Das 68 m hohe Bauwerk gilt nach der Göltzschtalbrücke als zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt.

An der Brücke wurden zwischen 1846 und 1851 von bis zu 800 Arbeitern 12 Millionen Ziegelsteine verbaut.

Im Gegensatz zur nur zehn Meter höheren Göltzschtalbrücke wurden hier nur zwei Etagen und Mittelbögen angelegt. 

Das untere Stockwerk hat fünf Pfeiler, von denen vier zu Doppelpfeilern verbunden sind.   Für die Gründungen der Pfeiler und für die Deckplatten wurde Granit verwendet.

Während des Baus stürzte im Oktober 1848 ein Holzgerüst ein.   Fünf Zimmerleute starben.



Elstertalbrücke 1                            Elstertalbrücke 2

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Der zweite Besichtigungspunk war dann die Göltzschtalbrücke.


Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis ist die größte Ziegelstein-Brücke der Welt.



Inhaltsverzeichnis



Die Grundsteinlegung fand am 31. Mai 1846 in der Baugrube des ersten Pfeilers rechts der Göltzsch statt.

Nach Baubeginn musste die Planung geändert werden, da einige technische Schwierigkeiten auftauchten.

Unter anderem war der vorgefundene Baugrund im Tal nicht so fest wie vorher angenommen, weshalb die ursprünglich geplanten gleichmäßigen Bögen

nach einem Entwurf von Oberingenieur Robert Wilke durch einen mittigen und wesentlich größeren Bogen ersetzt wurden.

Wilke, dessen Quartier sich in Reichenbach befand, hatte als Oberbauleiter nach dem von ihm mitgeschaffenen Entwurf die Ausführungszeichnungen,

die Material- und Kostenberechnungen sowie den Bauablauf zu fertigen.

Die Bauleitung vor Ort übernahm der Ingenieur Ferdinand Dost.

An Stelle von Segment- bzw. Halbkreisbögen wurden die beiden mittleren Bögen als statisch günstigere Korbbögen ausgebildet.

Die Göltzschtalbrücke war eine für ihre Zeit außergewöhnliche Großbaustelle.

Für den Bau wurden täglich 50.000 Ziegel im ungewöhnlichen Dresdner Format = 11 3⁄4″ × 5 3⁄4″ × 2 3⁄4″ (in Sächsischem Zoll = 2,36 cm; das entspricht 27,73 cm × 13,57 cm × 6,49 cm)

von fast 20 Ziegeleien entlang der Bahnstrecke gebrannt.   Das Baugerüst verbrauchte 23.000 Bäume , andere sprechen von 230.000 Baumstämmen.

Insgesamt waren 1736 Arbeiter mit dem Bau beschäftigt. Während des Baus starben bei Unfällen 31 Arbeiter.

Bis zur Fertigstellung im Jahre 1851 wurden ca. 26 Millionen Ziegel verbaut.


Göltzschtalbrücke  1

Göltzschtalbrücke  2

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Von der Göltzschtalbrücke geht es dann weiter bis zu meinem ersten

Hotel in Bad Flinsberg ( Świeradów-Zdrój ) in Polen , dem Hotel Era.

Dort bekam ich ein schönes Zimmer mit Balkon ,  von dem ich ein herrlichen Blick in das Isergebirge hatte.


Isergebirge vom Hotelzimmer